Vor ca. 80 Jahren beantragte die Gutsbesitzerin Eveline von Treskow die Siedlungspläne für das spätere „Waldesruh“.
Am 9. April 1931 konnte man folgenden Text in der „Groß-Berliner Ost-Zeitung“ erlesen:
Das wichtigste Ergebnis der letzten Gemeindevertretersitzung war die Annahme des Aufschließungsvertrages mit Frau von Treskow und des Siedlungsplans. Das zu erschließende Gelände umfasst gegen 300 Morgen Land an der Grenze gegen Köpenick und Mahlsdorf. 25 Prozent des Geländes werden der Gemeinde für Straßen, Plätze usw. übereignet, während das restliche Land eines Köpenicker Firma zur Aufschließung Übertragung wurde."
Die Waldesruher Siedlung war geboren, die in den ersten Monaten nach der Gründung zunächst unter dem Namen „Großsiedlung Dahlwitz-Süd“ geführt wurde. Doch bereits am 09. Juli 1931 kündigte die „Groß-Berliner Ost-Zeitung“ den neuen Namen der Siedlung „Waldesruh“ an. Folgende Pressemitteilung konnten die Bürger dieser Tage erlesen:
„Der Verkauf der Parzellen hat flott eingesetzt. Über 60 sind in wenigen Tagen verkauft und zum Teil schon eingezäunt worden. Der Gemeindevorstand wurde nach der Vorlage ermächtigt, von Fall zu fall eine Ausnahmegenehmigung zum Bauverbot nach § 12 des Ortsstatus zu erteilen, wenn die Ansiedlungsgebühr und die Pflasterkostenvorschüsse gezahlt sind. Um ein schnelles Arbeiten zu ermöglichen, wurde auch diese Vorlage einstimmig genehmigt, zumal die Gemeinde durch eine Sicherungshypothek von 100 000 Mk. Gedeckt ist.“
Das Interesse an diesem Siedlungsgebiet schien ungeahnte Ausmaße anzunehmen. Viele Berliner zog es in die Wald- und Heidelandschaft. 1934 konnten bereits 419 Einwohner der Siedlung zugeordnet werden.
Im Jubiläumsjahr 2006 konnten 2.600 Menschen zu den Einwohnern Waldesruhs gerechnet werden.