Klaus Manthe erzählt uns seine herzliche Geschichte

Antonia Thiemann

Wir freuen uns, heute die herzliche Geschichte von Klaus Manthe vorstellen zu dürfen.

Klaus Dieter Manthe ist ein langjähriger Bewohner Waldesruhs und dazu noch Ortschronist von Hoppegarten.

Seine Eltern zogen im Frühjahr 1956 mit ihm nach Waldesruh. Es war gerade ein paar Monate her, dass die Waldesruher Schule geschlossen worden war und so kam er zu den umgeschulten Waldesruh-Kindern in die dritte Klasse nach Mahlsdorf-Süd (Erich-Baron Weg). Ebenso wie alle nachfolgenden Kinder unseres Ortes bis 1990.
Weiter erzählte er uns, dass er mit den ehemaligen Schulkameraden bis heute den Kontakt pflegt. Aus den Quellen dieser entstammt auch das folgende Foto der Waldesruher Kinder.
An einige Namen kann er sich noch bis heute gut erinnern. Dank der Informationen Klaus Manthes können wir also u.a. Regina Haase - heute Bahnemann, Eleonore Reimann - heute Neuendorf, Rainer Glang und Peter Bekendorf des Jahrgangs von 06/46 bis 05/47 auf dem Bilder von 1953 erkennen. Diese leben heute noch unverändert bzw. wieder in Waldesruh.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Klaus Manthe für seine Waldesruher Geschichte!


Das Bild von 1953 wurde im Klassenraum aufgenommen.


Sein heutiger Blick auf Waldesruh.

Eine weitere herzliche Geschichten von Gabriele Glang

Antonia Thiemann

Heute erfreut uns Gabriele Glang mit ihrer herzlichen Geschichte aus Waldesruh.

Doch ursprünglich stammt Gabriele Glang gar nicht aus Waldesruh. Erst im Jahre 1967 hat sie von Berlin nach Waldesruh eingeheiratet und später ihre Kinder in die Obhut des Waldesruher Kindergartens gegeben. Schöne Erinnerungen hat sie u.a. an den großen und den kleinen Konsum, den Fleischer, die Drogerie, den Bäcker, die Post und den kleinen Bekleidungsladen von Frau Wiegand.

Schon nach kurzer Zeit wurde der kleine Ort zu ihrer Heimat.

So hinterlässt uns Gabriele Glang heute folgende Erlebnisse und Erinnerungen aus ihrem Leben in Waldesruh.

„Der richtige Waldesruher ist mein Mann, Rainer Glang geb.1946.
Von ihm stammen auch die folgenden Bilder.

Das erste Bild der Klasse 1, ist aus dem Jahre 1952.
Folgende Schulkameraden können wir heute auf dem Foto erkennen:
Werner Fink lebte später in Westdeutschland und ist heute bereits verstorben;  Jürgen Rabsch aus Mahlsdorf; Eleonore Raimann aus Waldesruh; Petra Zähler ist leider ebenfalls verstorben. Regina Haase; Jürgen Persicke,  Peter Bekendorf aus Waldesruh, Jutta Rabsch aus Berlin und Sibille Zimmer, die kleine Schwester der Zwillinge Zimmer.

Auf dem zweiten Foto von 1954 ist Rainer Glang im Alter von etwa 7 - 8 Jahren zu erkennen. Wir sehen Rainer Glang in Heidemühle, vor der alten Brücke über der "Erpe".
Die alten Rohre waren mit glitschigen Algen bewachsen, die Steine in dem kleinen Fließ ebenfalls. Dennoch kletterten die Kinder dieser Zeit in und auf diesen herum. Etwas weiter vor standen die Hechte. Sie waren aus dem Müggelsee zum Ableichen gekommen. 

In einer alten Gulaschkanone konnte man auf dem Bächlein vorwärts staken. In Fießrichtung kein Problem.
Zurück wurde „das Ding“ dann gezogen, das war Schwerstarbeit.
Die "Rausche" war noch naturbelassen. sie hatte viele Windungen und Ausbuchtungen.
Das Klärwerk Münchehofe gab es noch nicht und so wurde auch kein geklärtes Wasser zum Müggelsee geleitet. In sehr kalten Wintern fror sie etwa ab der Mitte zwischen Heidemühle und Ravenstein zu.
Ein ganz besonderes Vergnügen für die Kinder dieser Zeit. Dann wurden die Schlittschuh angeschnallt und ab ging’s, manchmal sogar bis zum Müggelsee und dann natürlich wieder zurück.“

Wir danken Gabriele Glang für ihre herzliche Geschichte!


1. Bild


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Ein Klassenfoto hält mich auf Trab


Antonia Thiemann

Vor einigen Wochen bekam ich ein Klassenfoto von 1952 in die Hände. Kaum in meinem Besitz, stellte ich bereits erste Nachforschungen zu den darauf abgebildeten Personen an. Bei meinen ersten Rechercheversuchen bei Besuchen einiger Waldesruher Bewohner konnte ich leider wenig Erfolg erzielen. Dennoch wurde ich bei jeder Recherchestation mit ausreichenden Tipps entlassen, so dass meine Reise schließlich bei Herrn Dieter Kuschel zum Ziel führte.
Dieter Kuschel konnte mir einige Informationen und herzliche Geschichten zu diesem Klassenfoto erzählen. Hier sind u.a. das Zwillingspärchen Zimmer zu sehen, welche wohl schon seit einigen Jahren nicht mehr in Waldesruh leben. Zu Klaus Schneider habe er auch heute noch ein gutes Verhältnis. Klaus Schneider betreibt eine „Glaserei“ in Mahlsdorf und ab und an „läuft man sich halt über den Weg“, so Herr Kuschel.
Schöne Erinnerung hat er an die Lehrerin Frau Benkert. Eine warmherzige, kluge Frau, welche sich in der Nachkriegszeit der Herausforderung des Schulwesens in Waldesruh annahm.


Auf dem Foto von 1952 sind folgende Personen zu sehen:
In der oberen Reihe stehen von links nach rechts: Gisela Schmidt, Margitta Schneider, Renate Schneider, der erste Zwilling „Zimmer, Gudrun Gress, der zweite Zwilling „Zimmer“, Gitta Hampel, Renate Eimann, und Rita Rebschlägel.
In der unteren Reihe stehen von links nach rechts: Manfred Redkovski, Eberhart Schust, Detlef Lechner, Dieter Kuschel, Bernd Hampel, Klaus Schneider und Siegfried Bär. Die Klassenlehrerin ist Frau Benkert.

Die Schule in Waldesruh gab es ca. 4- 5 Jahre, in den Jahren 1949/50- 1953/54. Lediglich zwei Klassenräume zählte das kleine Schulhäuschen in der Scharnweberstraße. Jeweils zwei Klassenstufen, der 1. und 3. und der 2. und 4. Klasse wurden auf diese zwei Räume verteilt. Nach den ersten vier Schuljahren löste sich die Schule in Waldesruh auf und die Schüler wurden auf die Schulen in Mahlsdorf (Erich-Baron-Weg) und Dahlwitz Hoppegarten aufgeteilt.

Die Nachkriegsjahre waren nicht einfach und so stellte das Schulhäuschen in Waldesruh wohl so etwas wie eine Notlösung für die Waldesruher Schulkinder dar.

Herr Kuschel konnte sich tatsächlich noch an alle Namen seiner Klassenkameraden erinnern und so ist es eine Freude, auf dieser Waldesruh-Seite die Schulkasse von Dieter Kuschel vorzustellen.